Ursachen

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ID #1010

Grindflechte

Definition

Grindflechte, auch Borkenflechte oder im medizinischen Impetigo contagiosa genannt, ist eine hoch ansteckende bakterielle Hautinfektion. Man unterscheidet zwischen einer kleinblasigen und einer großblasigen Grindflechte. Bei beiden Varianten ist der Bläscheninhalt hoch ansteckend und kann daher recht einfach von Kleinkindern an Kleinkindern mittels einer Schmierinfektion übertragen werden. Betroffen sind von Kleinkindern meistens die Extremitäten und das Gesicht. Natürlich können sich auch Erwachsene mit dem Bakterium infizieren. Dies kommt jedoch recht selten vor.

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit beträgt zwischen zwei und zehn Tagen, unter Umständen ist sie auch länger. Die Grindflechte ist so lange infektiös, bis die offenen, eitrigen Hautstellen abgeheilt sind.

Symptome

Am Anfang fällt deutlich auf, dass sich die Haut leicht rötet und diese mit Blasen und Pusteln bedeckt sind, welche entweder mit Eiter oder mit Wasser gefüllt sind. Handelt es sich um die kleinblasige Variante der Grindflechte, so werden die mit Flüssigkeit gefüllten Blasen sehr schnell platzen, da die Gewebewand sehr dünn ist. Sind die Blasen nun geplatzt, so bildet sich ein charakteristischer honiggelber Schorf bzw. eine Kruste an dieser Stelle.

Handelt es sich um die großblasige Variante, so kann zudem eine Lymphknotenschwellung in der betroffenen Region und leichtes Fieber auftreten.

Bei beiden Varianten kann der Betroffene mit Juckreiz an den betroffenen Stellen geplagt werden.

Diagnose           

In der Regel stellt der Arzt die Diagnose anhand der charakteristischen Symptome der Erkrankung. Gibt es jedoch Zweifel oder Unsicherheiten, so werden durch eine Blutentnahme auf die spezifischen Antikörper getestet. Außerdem können die Keime in der Blasenflüssigkeit nachgewiesen werden.

Tritt die Erkrankung erneut auf, so werden Abstriche aus dem Nasenraum und der Leistenregion gemacht, um die vorhandene Erreger- Resistenz durch eine angelegte Kultur zu bestimmen.

Therapie
 
Wenn Sie diese Symptome bei sich oder bei Ihrem Kind beobachten, sollten Sie nicht lange zögern und einen Arzt um Rat fragen.

Die übliche Therapie bei dieser Erkrankung ist die Anwendung eines Antiseptikums ( Mittel gegen Wundinfektion ).  Ist die Erkrankung jedoch schon so weit fortgeschritten, so reicht eine äußerliche Therapie meistens nicht aus. In diesem Fall wird zusätzlich ein Antibiotikum gegeben.

Auch können Sie noch einige Hygienische Maßnahmen als Begleitung beachten, um der Krankheit auf den Grund zu gehen:

  • Achten Sie darauf, die Wunden nicht zu berühren oder an den betroffenen Stellen zu kratzen. Denn dadurch werden die Bakterien verbreitet.
  • Nach jedem Kontakt mit den Regionen der betroffenen Stellen, ist ein gründliches Händewaschen unumgänglich. So werden die infektiösen Keime entfernt.
  • Waschen Sie Ihre Wäsche ( vor allem Handtücher, Bettwäsche usw. ) bei mindestens 60°C in der Waschmaschine
  • Schneiden Sie und Ihrem Kind die Fingernägel kurz und achten Sie darauf, dass diese sauber sind. Nur, wenn nach einem Kontakt mit den betroffenen Stellen die Keime abgewaschen werden, kann der Übertragungsweg unterbrochen werden.


Sobald alle Krusten abgefallen sind, kann Ihr Kind wieder den Kindergarten oder die Schule besuchen.

Verlauf

Die Grindflechte heilt in den meisten Fällen folgenlos ab. Vorraussetzung hierfür ist jedoch eine konsequent und regelmäßig angewandte Therapie.

Manchmal kann es jedoch sein, dass die Erreger die untersten Hautschichten angreifen und dadurch eine Nagelbett- oder Nagelfalzentzündung hervorgerufen wird.

Zu den sehr seltenen Komplikationen bei einer Streptokokkeninfektion kann es zu einer Nierenentzündung (Glomerulonephritis ) kommen. Aus diesem Grund sollte mindestens bei Beginn der Erkrankung und ca. 5 bis 6 Wochen nach Abheilung der Erkrankung der Urin untersucht werden. Auch wenn dies selten vorkommt, ist es durchaus ernst zu nehmen.

Außerdem sollte bei folgenden Auffälligkeiten der Arzt erneut aufgesucht werden:

  • Fieber
  • Der Schorf heilt auch nach drei Tagen Behandlung nicht ab
  • Der Schorf ist weiterhin gerötet, entzündet und verbreitet sich erheblich
  • Nach einer Medikamenteneinnahme treten nachstehende Symptome auf:
    • Juckreiz
    • Unwohlsein
    • Ausschlag
    • Magenschmerzen
    • Schwellungen
    • Atemnot
© hautausschlag.at

Hautausschlag Tags: Ursachen

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Letzte Änderung des Artikels: 2010-07-02 00:23
Autor: BobFeevegof
Revision: 1.0

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