Ursachen

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ID #1011

Gürtelrose

Definition

Gürtelrose, medizinisch Herpes Zoster genannt, ist eine hochsteckende Viruserkrankung. Ausgelöst wird die Krankheit durch den Varizella- Zoster- Virus ( VZV ), der zu der Familie der Herpesviren gehört. Überwiegend wird man bereits in der Kindheit mit diesem Virus kontaktiert, zu diesem Zeitpunkt leidet man unter den Windpocken. Nach vollendeter Heilung der Windpocken ruhen die Viren dennoch in den Nervenbahnen. Ist das Immunsystem in seinem weiteren Leben geschwächt, etwa durch Stress, durch eine andere Erkrankung zum Beispiel AIDS oder auch ältere Menschen sind häufig betroffen, so können sich die Viren erneut aktivieren und eine Gürtelrose entwickeln. Mit anderen Worten ist eine Gürtelrose immer eine endogene Reaktivierung einer früher aufgetretenen Varizella- Zoster- Virus Infektion. Wurde man gegen Windpocken geimpft, kann eine Gürtelrose trotzdem auftreten.

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit einer Gürtelrose beträgt 14-16 Tage.

Symptome

Eine Gürtelrose macht sich durch folgende Symptome bemerkbar:
  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Brennende Schmerzen im Bereich der Nervenbahnen, wo sich das Virus breit macht. Diese befinden sich im Rumpfbereich gürtelförmig um den Körper herum, von der Wirbelsäule zum Brustbein. Außerdem treten die Schmerzen so gut wie immer auf einer Körperseite auf.
  • Etwa zwei bis drei Tagen nach Beginn der Schmerzen bildet sich ein Hautausschlag, der ebenso auf dieser Körperseite auftritt und streifenförmig und gerötet auftritt. Zudem tritt eine Blasenbildung in der Regel auf. Der Ausschlag ist nach drei bis sieben Tagen äußerst ausgebildet. Dies macht sich durch die aufgeplatzten Blasen bemerkbar, die dann zu kleinen Wunden werden. Auch werden diese mit Schorf bedeckt, der nach etwa zwei bis drei Wochen abfällt.
  • Zu diesen Symptomen kann auch Fieber auftreten.
  • Auch können die naheliegenden Lymphknoten anschwellen.
  • In manchen Fällen kann es vorkommen, dass nach Wochen oder auch Monaten nochmals Schmerzen an diesen Körperstellen auftritt. Diese Schmerzen sind Nervenschmerzen, die auch postzosterische Neuralgie genannt werden, und können Monate bis sogar Jahre anhalten. Wurde eine Therapie mit Medikamenten nicht frühzeitig oder nicht ausreichend begonnen, so ist das Risiko erhöht an solchen Nervenschmerzen zu erkranken. Auch leiden bis zu 70 % der älteren Betroffenen an solchen Schmerzen.  

Diagnose:

Die Diagnose „Gürtelrose“ ist bei den oben genannten typischen Symptomen für einen Arzt recht einfach zu stellen. Die Anamnese lässt ebenso auf diese Erkrankung schließen.

In der Regel sind dann keine weiteren Untersuchungen notwendig.

Ist sich der Arzt jedoch nicht sicher, ob es sich um eine Gürtelrose handelt oder nicht, so kann ein Wundabstrich oder ein Bluttest auf die Antikörper des Virus Klarheit schaffen.

Bei dem Bluttest jedoch sind auch die Antikörper des Virus vorhanden, wenn der Betroffene in seiner Kindheit bereits an Windpocken erkrankt war. In dem Fall, wäre ein Wundabstrich sicher empfehlenswert.

Therapie

Haben Sie den Verdacht, dass Sie an einer Gürtelrose erkrankt sind, so sollten Sie nicht zögern und den Weg zum Arzt schnellstmöglich einschlagen. Denn es ist von großer Bedeutung, dass Sie sofort, dass heißt innerhalb von wenigen Stunden, ein Arzneimittel, ein Virustatikum wie zum Beispiel Brivudin oder Aciclovir )  gegen diese Krankheit einnehmen um Nervenschmerzen und mögliche Folgeschmerzen zu verhindern.

Es gilt: Je schneller man handelt, desto besser!

Sollten Sie dennoch über Nervenschmerzen klagen, können schmerzstillende Arzneimittel und Ruhe Abhilfe verschaffen.

Bei einer postzosterische Neuralgie, das sind stark anhaltende Nervenschmerzen, die noch Wochen bzw. Monate nach einer Gürtelrose auftreten können, werden sehr starke Schmerzmittel, oft zusammen mit Antidepressiva, gegeben. Die antidepressive Wirkung unterstützt die schmerzstillende Wirkung.

Ebenso können Antiepileptika, zum Beispiel Gabapentin oder Carbamazepin, bei diesen Nervenschmerzen eingesetzt werden. Die Wirkstoffe sind auch für eine Behandlung der postzosterischen Neuralgie zugelassen worden.

Eine lokale Behandlung mit Salben, welche einen Betäubungsmittel- Zusatz haben können sehr hilfreich sein.

Verlauf

In der Regel heilt eine Gürtelrose bei Menschen, die über ein gesundes Immunsystem verfügen innerhalb weniger Wochen ab.

Betroffene, die kein intaktes Immunsystem haben, zum Beispiel ca. 70% der ältere Menschen oder AIDS- Patienten, klagen oft danach über Nervenschmerzen  postzosterische Neuralgie )

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Letzte Änderung des Artikels: 2010-07-23 12:21
Autor: MedUni
Revision: 1.0

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