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Ursachen
Dreitagefieber
Definition
Bei dem Dreitagefieber, auch in der Fachsprache Exanthema subitum genannt, handelt es sich um eine Kinderkrankheit, die durch Viren ausgelöst wird. In der Regel sind Säuglinge bzw. Kleinkinder im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren betroffen. Extrem häufig tritt die Krankheit im Frühling oder Herbst auf und ist durch eine Tröpfcheninfektion ansteckend.
Symptome
Das Dreitagefieber entsteht von jetzt auf gleich mit einem Temperaturanstieg bis zu 40 Grad Celsius oder auch noch höher. In diesem Zustand befindet sich meistens das Säugling oder Kleinkind für 3 bis 4 Tagen, danach erreicht der Körper wieder die Normaltemperatur. In manchen fällen kann das Fieber auch schwanken.
Besonders bei den Säuglingen kommt es besonders häufig zu Fieberkrämpfen bzw. Krampfanfällen. Sie verlaufen aber in der Regel harmlos.
Kommt es zum Fieberabfall, so breitet sich ein kleinfleckiger, blasroter Ausschlag am gesamten Körper aus. Dieser ähnelt sehr dem auftretenden Ausschlag bei einer Rötelerkrankung. Das Gesicht bleibt jedoch meistens von dem Ausschlag verschont.
Vergehen 2 bis 3 weiteren Tage, so wird auch das Exanthem verschwunden sein.
Zusätzlich kann es zu folgenden Begleiterscheinungen kommen:
- Unwohlsein
- Drüsenschwellungen am Hals
- Durchfall
- Erbrechen
Diagnose
Das Dreitagefieber ist eigentlich, dank des typischen Verlaufs vom plötzlich, starken Fieberanstieg gefolgt von einem ausgeprägten Ausschlag, eindeutig zu diagnostizieren.
Da das Kind zunächst nur unter dem hohen Fieber leidet, kann der Arzt nicht eindeutig sagen, um welche Krankheit es sich handelt. Erst wenn der Ausschlag auftritt und die Krankheit schon fast vorüber ist, gibt es das endgültige Ergebnis. Andere hochfieberhafte Krankheiten kann der Arzt aber in der Regel ausschließen. Eine weitere Alternative wäre eine Blutuntersuchung, die das Dreitagefieber bestätigen kann.
Therapie
Generell sagt man, dass ein fiebersenkendes Mittel, zum Beispiel Paracetamol oder Ibuprofen, bei Fieber ab 38,5 Grad Celsius gegeben wird.
Zudem können Bauch- oder Wadenwickel gemacht werden. Vorraussetzung hierfür ist jedoch, dass das Kind einen warmen Bauch bzw. warme Beine hat. Ansonsten könnten diese eher schaden als nützen. Nachfolgend werden wir Ihnen erklären, wie man Bauch- bzw. Wadenwickel durchführt:
Sie benötigen:
- 2 große Stofftaschentücher oder ähnlich große Tücher
- 1 Schüssel mit lauwarmen bzw. kühlen Leitungswasser
- Eventuell ein Plastikbeutel oder eine Gummiunterlage als Nässeschutz
- Fieberthermometer zur Kontrolle
Wie gehen Sie vor?
- Den Betroffenen leicht bekleiden, aber die Waden unbedeckt lassen. Den Bauch und Oberkörper mit einem leichten Bettbezug oder dünnen Decke zudecken. Wenn die Temperatur effektiv gesenkt wird besteht kein Frieren und kein Schüttelfrost mehr. Den Betroffenen niemals mit einer dicken Decke umhüllen!
- Am besten setzt sich der Helfer an die Füße des Betroffenen.
- Die Tücher werden in das Wasser getaucht und leicht ausgewrungen. Die Taschentücher dürfen weder tropfen noch zu doll ausgewrungen sein.
- Das erste Taschentuch wird um die erste Wade, zwischen den Knöchel und dem Knie, geschlagen
- Das zweite Tuch wird nun um die andere Wade geschlungen
- Ist dies geschehen, wird das erste Tuch bereits erwärmt sein. Nun kann es erneut mit dem Wasser getränkt werden und der Wade erneut umschlungen werden.
- Führen Sie diese Maßnahmen bei Bauchwickel auf dem Bauch durch ( ohne diesen zu umschlingen )
- Der Wechsel der Tücher wird in einem 30 bis 60 Sekunden Rhythmus geschehen und etwa 10 bis 15 Minuten fortgeführt.
Darauf ist zu achten:
- Decken Sie den Betroffenen nicht mit einer dicken Decke zu, weil dieser friert oder Schüttelfrost hat. Oft wird dies als Zeichen einer Unterkühlung gedeutet, kann aber bei Fieber nicht der Fall sein.
- Häufig wird empfohlen die feuchten Tücher mit Handtüchern zu umschlagen. Dies ist aber eine falsche Empfehlung! Es kann nur einen Wärmeentzug stattfinden, wenn das Wasser aus den Tüchern verdunsten kann.
- Die Anwendung von Bauch- bzw. Wadenwickel bei Säuglingen kann dazuführen, dass der Kältereiz eine Unruhe beim Säugling auslöst. Da sich beim schreienden Säugling die Gefäße verengen, wird automatisch die Wärmeableitung gestört.
Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass Sie dem Säugling nur dünne Kleidung anziehen, zum Beispiel nur eine Windel und einen Body. Auch dies hilft dem Körper die Temperatur zu regulieren.
Ein weiterer überaus wichtiger Punkt ist das Trinken. Geben Sie besonders darauf Acht, dass Ihr Kind genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Denn durch das Fieber kann es schnell bei Babys und Kleinkindern zur Austrocknung kommen, da viel Flüssigkeit verloren geht.
Merken Sie, dass Ihr Kind unter Fieberkrämpfen leidet, so ist dies meistens die Folge der plötzlichen Temperaturerhöhung. Bei einem akuten Anfall, sollten Sie Ihr Kind auf den Boden legen und möglichst alle Gegenstände in der Umgebung bei Seite stellen. Der Boden ist der beste Ort um ungehindert atmen zu können und sich nicht zu verletzen.
Als nächstes sollte auf jeden Fall einen Arzt angerufen werden, auch wenn der Anfall nur kurz und einmal aufgetreten ist.
Grundsätzlich sollte Ihr Kind zum Kinderarzt gebracht werden, wenn das Fiebert länger als 3 Tage andauert, das Fieber die 40 Grad Celsius überschreitet oder sich Ihr Kind elend krank fühlt.
Verlauf
Generell sollte das Dreitagefieber nach 5 bis 7 Tagen wieder abgeklungen sein. Dies geschieht ohne Folgeschäden und es besteht danach eine lebenslange Immunität.
Natürlich kann es bei der Krankheit vorkommen, dass überhaupt gar kein Fieber auftritt, sondern die Krankheit erst mit dem Ausschlag bemerkbar wird oder sogar gar nicht auffällig wird. In solch einer Situation wird das Dreitagefieber oft mit Röteln oder Masern verwechselt.
Hautausschlag Tags: Ursachen
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Letzte Änderung des Artikels: 2010-05-31 03:32
Autor: MedUni Redaktion
Revision: 1.1
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